Ausbildung zum/zur zertifizierten Lebens- und Sozialberater/In

 

Veranstalter der Ausbildung

 

Veranstalter des Lehrgangs zum/r Dipl. Lebens- und Sozialberater/in ist die Schilcherlandakademie. Die Schilcherlandakademie wurde 2014 von Gerhard Leidl gegründet und wurde mit Wirkung vom 25.11.2014 beim Österreichischen Patentamt mit der Nummer 280890 in das Markenregister eingetragen. Der Lehrgang startet im Frühjahr 2018 und ist bei der Wirtschaftskammer Österreich zertifiziert. Lehrgangsnummer: ZA-LSB 326.0/2017

 

Link zur WKO Zertifizierung: http://www.lebensberater.at/fortbildung/zertifizierte-ausbildung-zur-lebens-und-sozialberatung?tid=23&page=1

 

Grundlagen der Ausbildung

 

Die Grundlage der Ausbildung sind die derzeit gültige Fassung der Gewerbeordnung (BGBl.Nr. 194/1994) und die Zugangsvoraussetzungen (BGBl. II Nr. 140/2003) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Forschung. Die inhaltliche Ausrichtung des Lehrgangs für Lebens- und Sozialberatung entspricht nach dem Methodenkatalog der WKO der „Psychologischen Beratung“ und kann der humanistisch-existenziellen Methode und der systemisch-soziodynamischen Methode zugeordnet werden. Des Weiteren bilden aber auch die Verhaltensmodifizierende Orientierung und körper-, bewegungs-, atmungs- und entspannungsorientierte Verfahren einen Teil der Ausbildung und werden in Theorie und Praxis vermittelt.

 

Ziele der Ausbildung

 

Die Ausbildung vermittelt das theoretische Fachwissen und die praktische Erfahrung über die vielseitigen Aufgaben des Berufs als Psychologische/r BeraterIn. Im Laufe der Ausbildung werden sich die TeilnehmerInnen ihrer persönlichen Stärken bewusst und erkennen, welche Schwerpunkte sie in ihrer Tätigkeit als Lebens- und SozialberaterIn setzen möchten.

 

Nach Ende der Ausbildung und bestandener Abschlussprüfung sind die TeilnehmerInnen befähigt, als Lebens- und SozialberaterInnen in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten.

 

Mit dem Nachweis der erforderlichen Praxis und dem Nachweis der absolvierten Einzel- und Gruppensupervisionseinheiten können sie unter Vorlage der dazu notwendigen Unterlagen die Gewerbeberechtigung erlangen und alle im Tätigkeitskatalog geregelten Betätigungsfelder und Methoden selbstständig in eigener Praxis ausüben.

 

Inhalte der Ausbildung

  • Klientenzentrierte Beratung nach C. Rogers
  • Systemische Beratung nach Virginia Satir, Steve de Shazer, Bert Hellinger, Paul Watzlawick
  • Konfliktmodell nach Friedrich Glasl
  • Systemisches Konsensieren nach Erich Visotschnig und Siegfried Schrotta
  • Gruppen- und Rangdynamik nach Kurt Lewin und Raoul Schindler
  • Gruppendynamik Phasenmodelle nach Tuckman, Bennis u.a.
  • Themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn
  • Transaktionsanalyse nach Eric Berne
  • Konstruktivismus nach Glasersfeld, Förster, Maturana u.a.
  • Arbeiten mit Genogrammen
  • Arbeiten mit kreativen Medien
  • Frage- und Interviewtechniken
  • Kommunikationstheorien nach Schultz v. Thun, P. Watzlawick u.a.
  • Gesprächsmodelle
  • Feedback geben und annehmen
  • Achtsamkeits-, Entspannungs- und Aktivierungsübungen
  • Bioenergetische Übungen nach Reich, Lowen, Dietrich und Pechtl
  • Moderation- und Präsentationstechnicken
  • Praktische Übungen, Rollenspiele
  • Outdoorübungen
  • Einzel,- Paar- und Familienberatung
  • Gruppenarbeit und Teambuilding
  • Live Beratung/Coaching
  • Diagnose und Abgrenzung zu verwandten
  • Berufsfeldern
  • Burnout- und Stressprävention
  • Eigene Psychohygiene 
Ablauf der Ausbildung

 

Ausgehend vom gesetzlichen Rahmen werden der Ablauf der Lehrveranstaltungen und die Themen soweit

wie möglich den Bedürfnissen der TeilnehmerInnen angepasst und möglichst flexibel gestaltet.

 

Dem theoretischen Input der ReferentInnen stehen das praktische Üben und der Erfahrungsaustausch sowie

der Wissenstransfer innerhalb der Gruppe als wichtige Erfolgsfaktoren für ein angenehmes und erfolgreiches Lernen zur Seite.

 

Persönliche Betroffenheit und Befindlichkeiten, die in der Ausbildung -speziell während der Gruppenselbsterfahrung - auftreten, können umgehend als praktische Lern- und Beratungserfahrung eingesetzt und bearbeitet werden. Die Arbeit mit fiktiven Beispielen wird damit in den Hintergrund gedrängt und auf ein notwendiges Mindestmaß beschränkt.

 

Dauer des Lehrgangs

 

5 Semester, von Jänner/Februar 2018 bis Juni 2020

 

Die 588 Unterrichtseinheiten sind aufgeteilt auf 148 UE im

ersten, 100 UE im zweiten,120 UE im dritten, 100 UE im vierten und 120 UE im

fünften Semester, das entspricht durchschnittlich einem Seminar mit 20 UE im

Monat.

 

Seminarzeiten

 

Donnerstag 17 – 21 Uhr, Freitag 9 – 18 Uhr und Samstag 9 – 18 Uhr

 

Peergroups

 

Arbeit in Peergroups 40 UE bzw. 8 UE pro Semester

 

Buchpräsentationen

 

Jede/r Teilnehmer/in stellt pro Semester ein Buch vor. Die Titelauswahl und die Reihenfolge der Buchpräsentationen werden zum Lehrgangsbeginn festgelegt.

 

Diplomarbeit

 

Spätestens im 5. Semester ist eine Diplom- bzw. Projektarbeit zu verfassen und sechs Wochen vor Lehrgangsende abzugeben. Der Umfang der Arbeit hat ca. 40 Seiten (ohne Deckblatt und Fotos) zu umfassen. Die schriftliche Arbeit wird im Abschlussmodul den LehrgangsteilnehmerInnen präsentiert.

 

Die Diplomarbeit ist nach Universitätsstandard zu verfassen, auf die Einhaltung der Zitierregeln wird besonders hingewiesen.

 

Schriftgröße: max. 12 Punkte und übliche Schriftart wie Arial, Calibri, usw., aber keine Schreib- und Comic-Schriftarten.

 

Anwesenheitspflicht

 

Für einen erfolgreichen Abschluss müssen 90% der Ausbildungsveranstaltungen besucht werden.

 

Einzelselbsterfahrung

 

Gemäß den gesetzlichen Richtlinien sind während der Ausbildungszeit 30 Stunden Einzelselbsterfahrung zu absolvieren, diese sind nicht in der Ausbildung enthalten.

 

Kosten

 

Die Kosten für die gesamte Ausbildung inkl. Unterlagen und Abschlussprüfung betragen € 7.500.- oder € 1500.- pro Semester. In Ausnahmefällen ist eine monatliche Zahlung von € 250.- möglich.

 

Erkundigen Sie sich über die Abschreibungsmöglichkeit der Ausbildungskosten im Rahmen der Arbeitnehmer- veranlagung beim zuständigen Finanzamt und über mögliche Förderungen beim Land Stmk. oder beim AMS.

 

Bildungskredit der Bausparkassen

 

Gewerbeberechtigung

 

Zur Erlangung der Gewerbeberechtigung ist die Absolvierung einer fachlichen Tätigkeit (Praxis) von 750 Stunden und mindestens 100 Stunden Supervision, davon mindestens 10 Stunden Einzelsupervision, zusätzlich notwendig.

 

Stand 30.10.2017